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Bestmögliche Hilfe für psychisch Kranke

Internationale Studien zeigen, dass mehr als ein Drittel der Bevölkerung einmal im Leben an einer psychischen Erkrankung leidet. Psychische Krankheiten sind für Betroffene und Angehörige in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung – vor allem auch emotional. Dabei wird Alltägliches zur Belastung und verlangt einem zusätzliche Kräfte ab, die mehr und mehr fehlen. Dies schränkt die Betroffenen zunehmend in ihrer Beziehungs- und Handlungsfähigkeit ein.

Die UPK unterstützen ihre Patientinnen und Patienten und deren Angehörige beim Weg aus dieser Spirale der Entkräftung, Überforderung und Isolation. Ziel unserer Behandlungen ist es, dass die Patientinnen und Patienten ihren Alltag rasch wieder als Quelle ihrer persönlichen Selbstverwirklichung erleben. Sei es in ihren Beziehungen, bei der Arbeit oder in der Freizeit.

Dazu erarbeiten wir zusammen mit den Betroffenen individuelle Therapieziele. Unser modernes psychiatrisch-psychotherapeutisches Universitätsspital mit seinem breiten Spektrum an Therapieverfahren bietet die besten Voraussetzungen dazu.

Prof. Dr. med. Volker Dittmann
Chefarzt EPK a.i.

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Nachruf für Prof. Dr. med. Franz Johann Müller-Spahn

Mit Bestürzung haben wir vom Tod des Ärztlichen Direktors der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel vernommen. Er erlag am 4. August 2009 unerwartet seiner schweren Krankheit und hinterlässt, beruflich wie privat, eine tiefe und schmerzliche Lücke.

Franz Müller-Spahn wuchs in München auf, wo er auch sein Medizinstudium absolvierte und promovierte. Nach seiner Habilitation im Fachgebiet Psychiatrie lehrte er in Göttingen und München und arbeitete als leitender Oberarzt an der Münchner Psychiatrischen Klinik.
1994 kam er als Ärztlicher Direktor der UPK nach Basel und wurde gleichzeitig zum Ordinarius für Psychiatrie an der Universität Basel berufen.
In seinen Jahren als Ärztlicher Direktor und Lehrstuhlinhaber hat er in vielen Bereichen der Psychiatrie, vor allem in der Biologischen Psychiatrie, der Alterspsychiatrie - dort insbesondere der Alzheimerkrankheit - und in der Psychopharmakologie sehr viel erreicht und bewirkt. So war er intensiv am Prozess der Psychiatriereform beteiligt und gab der Vernetzung der praktischen ärztlichen Tätigkeit und der universitären wissenschaftlichen Forschung eine neue Dimension und zukunftsweisende Impulse.
Er prägte massgeblich die Einführung neuer therapeutischer Konzepte und stand mit grosser Leidenschaft für eine integrale Psychiatrie ein. Dabei stellte er in seiner Arbeit stets die Patientin und den Patienten in den Vordergrund. Es ist nicht von ungefähr, dass in seinen Jahren die Klinik gerade auch auf dem Gebiet der Alterspsychiatrie, aber auch in den Bereichen Schizophrenie, Depression und Stress-Folgeerkrankungen hohes fachliches und weit über die regionalen und nationalen Grenzen reichendes Ansehen erwarb. Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland kamen nach Basel, um seinen persönlichen Rat und seine Hilfe zu suchen.

Neben der Entwicklung neuer Therapieansätze lagen ihm die Förderung des akademischen Nachwuchses und die fachärztliche Weiterbildung sehr am Herzen. Dass er auch darin eine glückliche Hand hatte, beweist, dass er über die Jahre mit schöner Regelmässigkeit von den Studierenden der medizinischen Fakultät zum beliebtesten Dozenten gewählt wurde.

Neben seiner unermüdlichen Schaffenskraft - so schrieb er, und dies bis zu seinem letzten Tag, Hunderte von Fachartikeln und Dutzende von Büchern - zeichnete ihn sein humorvolles, freundliches Wesen aus. Er war im persönlichen Kontakt so geistreich wie gesellig, und ob man ihm persönlich auf fachlicher Ebene, etwa in seinen zahlreichen universitären Funktionen, oder privat als Rotarier begegnete, wir trafen einen gefühlvollen, bescheidenen und geistreichen Menschen.

Wir trauern um eine grosse Persönlichkeit, der die Region Basel, die Universität und die Universitären Kliniken viel zu verdanken haben. Den Angehörigen sprechen wir unsere tiefe Anteilnahme aus.

Regierungsrat Dr. Carlo Conti
Vorsteher des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt

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Nachruf für Prof. Dr. med. Franz Müller-Spahn
Publikation «Der Nervenarzt», Organ der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde, der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft

Nachruf von V. Dittmann, N. Müller und H.-J. Möller (PDF, 200 Kb)



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