EFQM in den UPK Basel

Die UPK haben sich Ende 2004 dazu entschlossen, in der ganzheitlichen Umsetzung des Artikels 58 des Schweizerischen Krankenversicherungs-gesetzes (KVG) das EFQM-Modell für Business Excellence in ihre Organisation und ihr System des Qualitätsmanagements einzuführen.

Sie nehmen damit eine Vorreiterrolle unter den universitären psychiatrischen Einrichtungen in der Schweiz ein. Eine Vorreiterrolle deswegen, weil bis anhin noch keine der universitären psychiatrischen Kliniken in der Umsetzung des Total-Quality-Management-Ansatzes das EFQM-Modell über die drei Schlüsselbereiche Versorgung, Lehre und Forschung angewandt hat.

Die Philosophie von Total-Quality-Management findet seine ganzheitliche Umsetzung im EFQM-Modell. Bezogen auf die Nachweiserbringung von Qualität kommt das Modell dem triadischen Zielbereich von Struktur-, Prozess und Ergebnisqualität am nächsten, dies unter Berücksichtigung der für die Psychiatrie so zentralen Faktoren wie Umwelt und Gesellschaft.

Der biopsychosoziale und deswegen multiaxiale Behandlungsansatz in der Psychiatrie deckt sich mit der holistischen Philosophie und Betrachtungsweise von Total-Quality-Management entlang der mehrdimensionalen Ausrichtung. Aus dieser Sichtweise betrachtet, drängte sich das EFQM-Modell geradezu auf. Es wird mittlerweile in 350–500 Institutionen im Gesundheitswesen von Deutschland und der Schweiz angewendet.

Die Meilensteine im Qualitätsmanagement der UPK Basel:

  • Selbstanalyse der neun Kriterien nach dem EFQM-Modell
    In der Selbstanalyse nach den Kriterien des EFQM-Modells erfolgte eine systematische Darstellung der aktuellen Tätigkeiten und der Ergebnisse der UPK. Diese Selbstanalyse wurde im Oktober 2005 vorgestellt.
  • Fremdbewertung nach dem EFQM-Modell
    Dank dem grossen Engagement aller Beteiligten konnten die UPK bereits nach etwas über einem Jahr nach Einführung des EFQM-Modells Anfang Dezember 2005 erstmalig bei einem Vor-Ort-Besuch durch ein internationales Gutachterteam begutachtet und bewertet werden. Studien haben gezeigt, dass drei von vier Gesundheitseinrichtungen bei der erstmaligen Anwendung des Modells 200–500 Punkte erreichen. Die UPK Basel erzielten das sehr gute Ergebnis von 297 Punkten.
  • Bestimmung von drei Verbesserungsprojekten
    Anfang 2006 wurden die Resultate der ersten Fremdbewertung wiederum an einer Kaderinformation vorgestellt und die Geschäftsleitung der UPK hat, gestützt auf das Gutachten, drei Verbesserungsprojekte zur Umsetzung beschlossen. Dies war die Grundlage zur „Commited to Excellence“ und einer neuerlichen Überprüfung.
  • Einstieg in das Exzellenzprogramm der Swiss Association for Quality (SAQ) mit der Bewerbung zur «Commited to Excellence» (C2E)
    Mit der Umsetzung der drei, zuvor definierten Verbesserungsprojekte haben sich die UPK Basel um den Status „Commited to Excellence“ beworben. Im Februar 2007 wurden die Projekte der UPK durch die SAQ erfolgreich validiert und der Status „Commited to Excellence“ verliehen.



  • Fremdbewertung
    Auf Grundlage einer 2. Selbstanalyse (März 2007 – November 2007) erfolgte im Januar 2008 eine 2. Fremdbewertung durch ein internationales Gutachterteam. Die UPK konnten sich auf 379 Punkte steigern
  • Bescheinigung des Exzellenz-Levels „Recognised for Excellence“
    Im Januar 2008 führten Gutachter der SAQ einen dreitägigen Vor-Ort-Besuch in den UPK Basel durch. Im Anschluss daran bescheinigten sie den UPK Basel das nächst höhere Business Excellence-Level „Recognised for Execllence“ – die „Anerkennung für Exzellenz“. 


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