Lehre / Forschung

Forensik

KOHORTENSTUDIE ZUR FORENSISCH-PSYCHIATRISCHEN RISIKOBEURTEILUNG
In einem Kohortendesign werden 428 zwischen 1989 und 2000 strafrechtlich begutachtete (Schuldfähigkeit, Rückfallgefahr und Massnahmebedürftigkeit) Personen mit aktuellen Auszügen aus dem schweizerischen Strafregister nachverfolgt und prognostisch relevante kriminologische und psychiatrische Faktoren untersucht. Die durchschnittliche «time-at-risk» beträgt mittlerweils über 7 Jahre.


NEUROBIOLOGISCHE PARAMETER BEI PÄDOSEXUELL ORIENTIERTEN PERSONEN
Mittels einer experimentellen, kontrollierten Studie werden grundlegende neurobiologische Parameter wie Aufmerksamkeit, Salienz visueller erotischer Stimuli, Stimuluskontrolle und andere bei pädosexuellen Personen untersucht. Eingesetzt werden ausführliche psychologische Testverfahren, fMRI und hochauflösendes EEG.


FORENSISCH-PSYCHIATRISCHE BEGUTACHTUNG DER FAHREIGNUNG
An Hand einer Stichprobe von über 500 behördlich angeordneten Begutachtungen der letzten 4 Jahre werden kürzlich publizierte Standards der Begutachtung evaluiert. Sowohl störungsspezifische als auch kriminologische Prognosefaktoren werden untersucht.

EINFLUSS PSYCHOTROPER SUBSTANZEN AUF DIE FAHREIGNUNG
Gesetzliche Änderungen, andere Verfügbarkeit illegaler Drogen und neue Konsummuster haben die Anforderungen an die forensisch-psychiatrische Begutachtung der Fahreignung bei Fahren unter Einfluss von Drogen, Alkohol und Medikamenten erheblich verändert. Objektive Parameter zur Qualifizierung und Quantifizierung der Konsums psychotroper Substanzen werden dringend benötigt. Solche Marker werden in einer prospektiven Studie in Zusammenarbeit mit dem Gerichtsmedizinischen Institut der Universität Basel hinsichtlich Praktikabilität und prognostischer Validität untersucht.


PRÄVALENZ PSYCHISCHER STÖRUNGEN BEI SICH ILLEGAL IN DER SCHWEIZ AUFHALTENDEN PERSONEN IN AUSSCHAFFUNGSHAFT UND VALIDIERUNG EINES SCREENING INSTRUMENTS
Wenig ist bekannt zur Prävalenz psychischer Störungen bei Personen in sogenannter Ausschaffungshaft. Im Juni 2007 begannen wir eine Studie im Basler Ausschaffungsgefängnis mit folgenden Zielen: Erhebung der Prävalenz psychischer Störungen in Ausschaffungshaft und Kreuzvalidierung eines Screening Instruments mit 8 Fragen mit einem strukturierten diagnostischen Interview für ICD,, dem CIDI. Bis jetzt wurden 60 Insassen in die Studie eingeschlossen, erste Resultate wurden an der WHO - Europe Conference in Trençin und am DGPPN Kongress in Berlin 2007 präsentiert.

​Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel
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