In der Spezialsprechstunde «ADHS im Erwachsenenalter» wird festgestellt, ob eine entsprechende Störung vorliegt.
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung im Erwachsenenalter ist eine valide neuropsychologische Störung. Neueren Forschungsergebnissen zufolge leiden ca. 3-4% der Erwachsenen darunter. Bis zu 60% der Menschen, die in ihrer Kindheit an dieser Störung litten, haben als Erwachsene weiterhin Schwierigkeiten, alltägliche Situationen zu meistern.
Die folgenden Kernsymptome können auf eine ADHS im Erwachsenenalter hinweisen:
- Aufmerksamkeitsprobleme (z.B. leicht ablenkbar, Schwierigkeiten sich zu fokussieren).
- Hyperaktivität (z.B. innere Unruhe, Rastlosigkeit, viel reden).
- Impulsivität (schwer steuerbar im Sinne von «zuerst handeln, dann denken»).
- Stimmungsschwankungen (z.B. schnell wechselnde Hochstimmung bis hin zur Entmutigung).
- Problematisches Organisations- und Zeitmanagement (z.B. mehrere Projekte gleichzeitig beginnen und nicht abschliessen).
Die zahlreichen verursachten Beeinträchtigungen führen bei Erwachsenen mit ADHS häufig zu einer Lerngeschichte von negativen Erlebnissen und dem Gefühl von «Hinter-seinen-Möglichkeiten-Zurückbleiben». Häufige Problembereiche sind Beruf/Ausbildung, Partnerschaft und zwischenmenschliche Kontakte.